Thomas Hartz | Text
Collagist Cologne Drawing Photography
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Thomas Hartz scannt die endlos vielen Bilder, die die Welt täglich, im Stundentakt, ausspuckt. Dabei sind Schönheit und Humor, oder besser Absurdität,
Suchkriterien. Aber genauso gern zieht er in die Welt hinaus und wundert sich über die oft von anderen nicht bemerkte Schönheit und Surrealität unserer Umgebung. Und er schafft es, diese beide Wahrnehmungen in einer neuen Realität zusammenzubringen. Mit ihrer eigenen Logik und Schönheit.

 

Erik Workel, Stiftungsbeirat Het Kunstgemaal / hetkunstgemaal.nl

Die digitalen Collagen von Thomas Hartz gründen in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld der Botanik und der großen naturwissenschaftlichen Entdeckungsreisen des 18. Jahrhunderts. In seinen Collagen lässt er körperliche und pflanzliche Bildwelten ineinander übergehen. Den Organismen, die diese Bilder bevölkern, ist in ihrer überbordenden Sinnlichkeit schon das Vergehen eingeschrieben. Eros als der schöne Dämon, der mit Chaos das Geschlecht der Vögel zeugte, er ist in diesen Bildern Antrieb und Ausdruck neuer hybrider Formationen.

 

Auch für seine großformatigen Schwarzweißkompositionen taucht Thomas Hartz in den allgegenwärtigen Bilderstrom ein. Die Bildinhalte entstammen den unterschiedlichsten Quellen: Familienalben, Bildarchive, private Schnappschüsse. Durch die digitale Schichtung und assoziative Komposition der einzelnen Layer entsteht ein Mindflow, auch für den Betrachter – filigrane Momentaufnahmen, bei denen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wie bei einem Palimpsest ununterscheidbar überlagern.

 

Im Spiel mit den Bildarchiven unserer Zeit untersucht Thomas Hartz Prinzipien, Zusammenhänge, Übergänge, Vertauschungen und Verwandlungen, bis hin zur Groteske. So zeigt er am Ende das, was bei aller Bilderflut für das Auge unsichtbar bleibt: das utopische Wesen der Körper und Dinge.

 

Annette Brüggemann / agenturbrüggemann.de

Die Dimension des Fantastischen spielt auch in den Zeichnungen von Thomas Hartz eine Rolle. Menschliche Figuren, Tiere, Häuser und Naturlandschaften gibt es in seinen verschachtelten Kompositionen grundsätzlich nur in Andeutungen. Ein paar Einzelheiten genügen und man ist verführt, sich eine Geschichte auszudenken.

 

Jürgen Kisters, Kölner Stadtanzeiger / kunsthausrhenania.de